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Vom Frust zur Freude

Die beiden waren auf dem Weg nach Hause, sie kamen aus ihrer Kirche, als Mitglieder der Gemeindeleitung hatten sie gerade etwas erlebt, was sie bisher für unmöglich gehalten hatten. Ihre Gemeinde hatte einen guten Ruf in der Stadt, sie war bekannt für gute Veranstaltungen, lebendige Gottesdienste, Anbetungstreffen, sogar wunderbare Heilungen hatte Gott geschenkt und Wachstum. In den letzten Monaten hatten sie intensiv für Erweckung gebetet, nicht nur für die Gemeinde, auch für die Stadt, das Land und besonders für die Kirche. Alles lief so gut…

Und dann kam Corona.

Was zunächst wie eine „chinesische Angelegenheit” aussah hatte nun das ganze Land erfaßt. Heute in der Sitzung erfuhren sie, das nun nicht nur alle Veranstaltungen und Treffen für die nächsten Wochen abgesagt wurden, auch die Gottesdienste wurden verboten. Die Kirche selbst, der sie angehörten, hatte es so verfügt. Wie konnte sie nur? Und was bedeutete das für die Zukunft des Landes und ihrer Gemeinde? Würde es je wieder so werden, wie es war? Tief enttäuscht redeten sie sich den Frust von der Seele. Was hatte das alles für einen Sinn? Zuhause angekommen, ihre Wohnungen lagen nicht weit auseinander, saßen sie noch lange zusammen. Fragen über Fragen, Unsicherheit und düstere Gedanken. Schließlich redeten sie über alte Zeiten. Wie alles angefangen hatte. Damals, als sie sich entschieden hatten Jesus nachzufolgen. Es war alles so leicht gewesen, so klar und unkompliziert. Von Kirche hatten sie da noch keine Ahnung. Mit Freunden trafen sie sich jeden Abend, sie redeten über Jesus, über alles was er getan hatte und lehrte. Ihre Gebetszeiten waren schlicht, persönlich, ER war ja da. ER hörte nicht nur zu, sondern handelte auch. Was hatten sie nicht alles erlebt. Ja, es war lange her, eine besondere Zeit. Damals endeten diese Treffen oft mit dem Abendmahl. Von Liturgie wußten sie da noch nichts. Sie taten es einfach so wie ER es gesagt hatte, weil ER es gesagt hatte. Sie redeten noch lange. Es war schon nach Mitternacht, als einer der beiden, den Raum verließ und mit einem Stück Brot und einem Kelch voll Wein zurück kam. – Da plötzlich geschah etwas eigenartiges, und das änderte alles…

So ähnlich war es bei den Emmaus-Jüngern. ER selbst wandelte ihren Frust zur Freude und sie kehrten um und liefen voll Dank nach Jerusalem. Was immer aus Corona mit all seinen Effekten wird: Wenn es dazu führt, das wir uns wieder auf das Wesentliche, besser den Wesentlichen JESUS ausrichten, ihn wieder in unsere Häuser und unsere innerste „Privatsphäre” einladen, mit IHM selbst Gemeinschaft leben, dann bekommen auch wir eine neue tragfähige, hoffnungsvolle Perspektive.

Und dies wünschen wir vom „Haus des Lebens” und “DUGIT” Ihnen von Herzen!
Das zurückliegende Jahr war für uns alle eine große Herausforderung…
Unsere Glaubensgeschwister in Indonesien, Israel und Rumänien hatten es hier ganz besonders schwer, angesichts der so vielfältigen Nöte vor Ort. Wir sind sehr dankbar, das wir mit Hilfe Ihrer treuen und großzügigen finanziellen Unterstützung unseren Freunden auch praktisch helfen konnten! Genauso wichtig ist es aber auch zu wissen: Wir sind fest und tief miteinander im Gebet verbunden, durch den EINEN, der uns Kraft gibt, einander zu tragen und zu segnen, über alle Begrenzungen hinweg.
Ihnen und Ihrer Familie wünschen wir in diesem Sinne ein behütetes, gesegnetes Neues Jahr – getragen in der Liebe Gottes und seinem unwandelbaren Shalom.

Achim Grafe
Vors. Haus des Lebens e.V.

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