…Ich will segnen, die dich segnen. 

1. Mose 12, 2 und 3

am 11.09. 2018 vorbehaltlos unter Tränen und in tiefer Berührung geben können. 

Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott. 

Jesaja 40,1 und 2

Redet zum Herzen Jerusalems und ruft ihr zu, dass ihr Frohndienst vollendet, dass ihre Schuld abgetragen ist; denn sie hat von der Hand des Herrn Zweifaches empfangen für alle ihre Sünden… 

Wir besuchten in verschiedenen Städten (Hadera, Netanja, Zwat, Jerusalem, …) Gruppen von Holocaustüberlebenden und trugen dazu bei, dass diese älteren Herrschaften eine besondere Zeit erleben konnten mit einer guten Mahlzeit und einem Konzert, bei dem wir Lieder sangen und spielten, die Gottes Liebe und seine Erwählung Israels ausdrückten. 

Wenn wir unser Programm mit der Hatikva beendeten, flossen bei einigen von ihnen und uns die Tränen. Und dann ging es los mit Lächeln mit Sprechen mit Händen und Füßen, anfängerhebräisch, russisch (die Sachsen können so etwas. Wow!!!), mit englisch. Und, was uns sehr berührte, mancher wurde zunächst still, traf dann eine Entscheidung und sprach dann erst zögerlich und dann doch mit fester Stimme ein klar vernehmbares „Danke“ in deutscher Sprache. Es vermischte sich beides, Schmerz und Leuchten, dunkle Erinnerung und das Licht der aktuellen Begegnung. Wir trafen auf Annahme und Vertrauen. Jetzt wurden Hände gedrückt. So oft und heftig bin ich bisher noch nicht mit festen Umarmungen und innigen Küssen überrascht worden. Hiermit konnten wir trotz der Sprachbarriere alles Wichtige sagen. 

… da sagte man unter den Heiden.“ Großes hat der Herr an ihnen getan!“… 

Psalm 126, 2

Oft war es möglich, von den Prophetien der Bibel und dem zu sprechen, wie wir die großen Taten Gottes an seinem Volk Israel in den Nationen erkennen können. 

Wir konnten Ihnen erzählen, was und wer uns persönlich bewegt hat, herzukommen. 

In Beit Jalla und Sderot besuchten wir Schulkinder, behinderte Kinder und Jugendliche und solche, die vom Terror traumatisiert sind. 

Und auch an diesen Orten gab es Herzensbegegnungen, gemeinsames Singen; musizieren und Tanzen. 

Neben dem Programm des Chores, bei dem ich mich einbringen durfte, spürte ich oft Impulse, die Wege und Straßen mit kindlichen, einfachen Tönen aus einem anbetenden Herzen zu füllen. ER selbst ruht nicht, bis ER Jerusalem zum Lobpreis aufgerichtet hat. 

In den Zeiten, in denen ich in der Stille den HERRN suchte, gab es so manche Extraüberraschung und von ihm organisierte Begegnungen: 

So hatte ich nach einer Zeit mit Jeshua auf einem Berg mit Geige und Ukulele, Stimme und Shofar, mit Tanz und seinem Wort aus Jesaja 52, plötzlich eine Gruppe von sechzehn 4 bis 5- jährigen sehr hübschen und niedlichen Kindern, zwei Erziehern und zwei Hunden um mich herum. Das war im Kibbuz En Harod. Und schon ging es auf Anfrage weiter mit Geigen, Singen, Ukulele Spielen, Tanzen, und dann wurde gemalt. 

Ich traf kurz eine Entscheidung, dann teilte ich gerne freigibig mein qualitativ hochwertiges Zeichenpapier und meine besonderen farbkräftigen Buntstifte an die kleinen Künstler aus. „Wenn nicht hier, wo und wann sonst? 

Wir malten gemeinsam, und hinterher bekam ich einen Schwung Liebesgaben von ihnen, Bilder mit Sternen, Fahrrädern, Dinosauriern und einem Kühlschrank samt Inhalt. 

In all dem spürte ich tiefe Berührung mit dem Herzen des Vaters und seine Freude über diese Begegnung. 

Der Chor reiste am 23.02. zurück nach Deutschland, und ich hatte das große Vorrecht, mich eine Woche lang der Gemeinschaft von DUGIT in Tel Aviv anzuschließen. 

DUGIT ist eine Gruppe messianischer Christen, die Barmherzigkeitsdienste unter Holocaustsurvivors und Armen und Bedürftigen haben. Außerdem gibt es ein schönes neues Cafe, das Cafe HaOgen (der Anker) als Begegnungstreff im Zentrum Tel Avivs. 

In den Räumlichkeiten des prayer towers (in der 18. Etage eines 21 stöckigen Hochhauses) trifft sich die Gemeinde „Adonai Roi“ (der Herr ist mein Hirte) zu Anbetung, Fürbitte und Gottesdiensten. 

Ich habe sehr viel erleben dürfen in dieser Zeit. Jeder Tag war von vielen Stunden Lobpreis gefüllt: auf dem Disengoff Square, im Cafe, im prayer tower während der Gebetseinheiten für die Stadt und im Süden Tel Avivs. Hier ist das Viertel der Wohnungslosen, der Drogenabhängigen. Hier schlafen an verschiedenen Stellen Menschen notdürftig zugedeckt auf dem Boden. Mancher sitzt dort mit der Nadel im Arm, als wir mit unseren drei Rollwagen gefüllt mit Getränkespendern mit sehr süßem heißem Kaffee oder Tee, mit gefüllten Pitabroten herzhaft oder mit Schoko und mit Kleidung und Decken durch die Straßen zogen. In unmittelbarer Nähe der Tachanat Mischtarra, der Polizeistation befinden sich die Straßenzüge, durch die langsam die Wagen rollen, in denen einzelne oder mehrere Männer sitzen und sich suchend umschauen, um sich ihre Ware auszusuchen. Erst später in meiner Unterkunft überfiel mich tiefer Schmerz und blankes Entsetzen. Klar habe ich das gewusst, dass Menschen so leben, aber nun habe ich dieses unbegreifliche Unrecht gesehen und den Ekel gespürt, nur dass ich geborgen geliebt versorgt und beschützt war, während andere Frauen mitgehen mussten. 

Während unserer Zeit in Südjaffa genossen wir die Gemeinschaft und die Freude, dass wir etwas geben konnten, um etwas Erleichterung zu bringen. Natürlich ertönte begleitet von Ukulelenklängen unsere Anbetung und wir kamen mit mancher ins Gespräch, konnten weiterführenden Kontakte anbieten und mit zwei Personen beten. Hier war der Raum, frei von Jeshua zu sprechen. Wieder wurde umarmt und geküsst. Und ich habe gestaunt, wieviele Ratten da so durch die Gegend huschten und sehr dünne Katzen hielten sich in und um die großen Müllcontainer herum auf. 

Nun ja, es gab Zeiten der Anbetung am Strand, im Mittelmeer, in den Straßen, im Gästehaus Beit Immaunuel, in der Stadt Rishon le Zion (kleine messianische Gemeinde ), in der Izak Sade 38 (messianische Gemeinde), nochmal am Gazastreifen an der Grenze und in Sderot ein paar Stunden nach dem Raketenbeschuss, beim Geigenbauer Amnon Weinstein (violins of hope) und in der Begegnung mit Chaim, einem älteren jüdischen Herrn, der mir seine Geschichte erzählte, (sein Vater starb im KZ), mir eines seiner selbstgeschriebenen Liebeslieder sang und mir nach einigen 

Herzensgeigentönen meinerseits als Gebet, einen herzlichen Kuss auf die Wange drückte, ehe er mit einer Karte vom Cafe HaOgen in der Menschenmenge verschwand. 

In dieser Zeit hörte ich sehr deutlich die Stimme Jeshuas, wie er seine Pläne für mich klarer definierte: 

Sei kleine Schwester meines erstgeborenen Sohnes Israel! Liebe und achte ihn mit meiner Liebe! Tröste mit meinem Trost! Sei nicht erschrocken, wenn du mal nervst, kleine Schwestern nerven schonmal. Das ist erlaubt. Spiele die zweite Geige und mache Lärm zu meiner Ehre! Nimm das Shofar, das Lärmhorn, lass die Töne fließen! Ich möchte, dass du, wo du stehst und gehst, klingst und tönst zu meiner Ehre! Ich mache aus deinem Musizieren prophetisches Gebet! 

Wow, und vieles davon hat er sehr konkret gemacht. Wenn Ihr mich persönlich fragt, lauft Ihr Gefahr, dass es aus mir heraussprudelt, denn da war so viel mehr, was hier den Rahmen dieses Briefes absolut sprengen würde. 

Ich weiß, dass diese Reise für mich ein Anfang war von etwas, was eine viel größere Dimension hat, als ich es erfassen kann. Ich darf etwas Anteil haben und höre von ihm, dass es weitergeht. Konkret wird es im Sommer, am 6. Juli 2020. Da soll es wieder in den Flieger gehen. Voraussichtlich nach Porija Illit am See Genezareth (Nähe Tiberias), um mich dem Trösterdienst von Alex und Cäcilia Dietze anzuschließen und um jede Gelegenheit zur persönlichen oder gemeinsamen Anbetung mit messianischen Juden auszukosten, denn nach Epheser 2,13 ff macht unser Herr aus Juden und seinen Leuten aus den Nationen den einen neuen Menschen. 

Und in der Anbetung Jeshuas sind wir eins. 

Dann weiß ich mich im Zentrum seiner Pläne für mich. 

Eine sehr große Ermutigung ist es für mich, dass ich auf der Plattform von „ Asche zu Gold“ in Gottes Plänen laufen und wachsen darf. 

„Asche zu Gold“ – wie treffend: 

Aus der Asche der Shoa (vollständiges Opfer), richtet sich Adonai, unser Herr, sein Land und sein Volk zur Herrlichkeit und als Licht für die Nationen auf. 

Er ist dabei, und wir dürfen und sollen Anteil daran haben, segnen und gesegnet sein, sein Herz trösten und berühren. 

Kommt und lasst uns ziehen hinauf zum Berge unseres Herrn…..!!!! 

Jesaja 2,3  / Micha 4,2 

Birte Lindstädt, Lüdenscheid
Birte Lindstädt, Lüdenscheid

Shalom, Eure Birte Lindstaedt